Der Graf Vitzthum von Eckstädt ergänzte um 1800 den vorhandenen Garten und ließ die Zschopauufer und die hohen Berghänge durch Wanderwege und Anlagen im Stil eines englischen Landschaftsparks erweitern.
Der Barockgarten wird seit seiner umfangreichen Rekonstruktion wieder geprägt von den prachtvollen Wasserkünsten, die in der Saison von 10.00 bis 18.00 Uhr in Betrieb sind. Der besondere Reiz entsteht durch die Terrassierung sowie die Aufteilung des Parks in einzelne Gartenräume. Immer wieder bieten sich auf Grund der Hanglage durch Sichtschneisen reizvolle Ausblicke in das Zschopautal und auf die gegenüber liegenden Höhenzüge. Eine weitere Attraktion bildet Ende Mai die Blüte der 100-jährigen Rhododendren. An einzelnen Sonntagen gastieren von Mai bis Oktober zur „Kaffeezeit“ kleine Ensembles auf dem Konzertplatz. Jährliche Höhepunkte sind die im Juni stattfindenden „Musikalischen Sommernachtsträume“ und das Parkfest im August.
Sieben Künste
Der eigentliche Höhepunkt der gesamten Anlage, das „Große Fer á Cherval“.
Es ist eine Fontänenanlage mit sieben Strahlen und Wasserschürze in einem muschelförmigen Becken mit grottierter Einfassung. Die Sieben Künste wurden nach den 7 Springstrahlen im Muschelbecken benannt. Großes Fer a Cherval (franz.) – Großes Hufeisen wurde von der Form der Anlage hergeleitet.
Die Wasserbilder änderten sich im Laufe der Jahrhunderte mehrmals. Grund dafür waren bessere Leitungssysteme und Düsen und der Geschmack der jeweiligen Herrschaft. Die Wasserleitungen bestanden anfangs aus Holzrohren; von 1870 – 1996 dienten Gussrohre, seit 1996 PVC-Rohre dem Wassertransport.
Rechts und links des Platzes befinden sich die Lusthäuser oder Pavillons. Sie dienten zum Aufenthalt im Garten, man nahm hier Tee oder einen Imbiss ein.
Von der Terrasse aus bietet sich ein wundervoller Blick in das idyllische Zschopautal.
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